Internationale Initiative zur Unterstützung des pastoralen Kurses von Papst Franziskus

„Pro pope Francis“ – Solidarität mit Papst Franziskus

„Pro pope Francis“ – Solidarität mit Papst Franziskus

Mit seiner Enzyklika „Amoris Laetitia“ beschreitet Papst Franziskus neue Wege der Pastoral einer „Armen Kirche für die Armen“ und einem respektvollen Umgang mit der Schöpfung Gottes.


Die Initiative „Pro Pope Francis“ richtet sich mit einer weltweiten Unterschriftenaktion an alle Katholiken, die Papst Franziskus ermutigen möchten in seiner Vision von Kirche.


Das Bestreben des Papstes, um eine Kirche, die für die Menschen da ist, ihre Wunden verbindet und sich für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung einsetzt steht ganz im Einklang mit der franziskanischen Theologie. Der geschwisterliche Umgang mit allen Geschöpfen bildet ein Grundelement des franziskanischen Selbstverständnisses und der franziskanischen Spiritualität. Aber auch von der Mehrheit der Christen weltweit wird der pastorale Kurs, den Papst Franziskus einschlägt, begrüßt. Ebenso sein Amtsverständnis in Rückbindung an die Botschaft Jesu, wie er es in seiner Enzyklika „Amoris Laetitia“ darlegt. Es gibt jedoch katholisch konservative Kreise, denen die Vision einer Kirche, wie sie Papst Franziskus in seiner Enzyklika „Amoris Laetitia“ eröffnet, zu weit geht.


 „Pro pope Francis“: Internationale Initiative zur Unterstützung des pastoralen Kurses von Papst Franziskus


Die Initiatoren sind der Wiener Pastoraltheologe Prof. Paul Zulehner und der tschechische Soziologe und Religionsphilosoph Tomas Halik. „Pro Pope Francis“. so heißt die Gruppe, in der sich Katholiken zusammengeschlossen haben, um Papst Franziskus öffentlich zu unterstützen. Sie reagieren damit auf Attacken gegen Papst Franziskus und das nachsynodale Schreiben „Amoris laetitia“.


In einem Interview mit dem Domradio in Köln nennt Zulehner den Grund, warum es zu der Initiative kam. In einem offenen Brief übten vier Kardinäle harte Kritik. Sie nennen den Papst einen Häretiker. Vor kurzem hat eine sogenannte Gruppe der „62“ den Konflikt noch verschärft. „Das ist theologisch wie praktisch nicht mehr akzeptabel. Ich denke, man muss da eine Gegenposition sichtbar machen und die Verhältnisse wieder ins Lot bringen, um zu zeigen, dass eine sehr große Zahl gläubiger Menschen und engagierter, herausragender Persönlichkeiten des kirchlichen und öffentlichen Lebens diesen Papst wirklich willkommen heißt und sehr unterstützt“ sagt Zulehner. „Wir mussten uns aus unseren Sesseln erheben“ und uns zu Wort melden. Sowohl der Wiener Kardinal Schönborn wie auch Papst Franziskus haben bei der Veröffentlichung des päpstlichen Lehrschreibens „Amoris laetitia“ gesagt, dass es praktisch theologisch und dogmatisch betrachtet überhaupt nichts Neues ist.


Wir dürfen eben das Sakrament der Ehe nicht als herzlosen Gesetzestext verstehen, sondern als das Angebot eines barmherzig liebenden Vatergottes, das gerade in schwierigen Situationen Hilfe und Stärkung sein will. Der Papst wünscht, dass das liebende Erbarmen in der Gerechtigkeit Gottes wieder spürbar und zum obersten Maßstab für die Praxis der Kirche ist. Dann kann es einfach nicht sein, dass Menschen, deren Ehe in auswegloser Situation zusammengebrochen ist, nicht mehr am kirchlichen Leben teilnehmen können. Kardinal Pell hatte in einem Vorwort eines Buches einmal formuliert, dass es sein mag, dass Gott ihnen vergibt, aber die Kirche könne ihnen nicht vergeben. „Das ist theologisch gesehen die Selbstabschaffung der Kirche, wenn sie nicht erfahrbar macht, was Gott am Menschen tut“. Und es ist ein sehr fundamentalistisches Verständnis von der Unauflöslichkeit der Ehe, weil schon die frühe Kirche im Grunde gesagt hat, dass es bestimmte Situationen gibt, wo jemand den Eheverbund verlassen kann. Und seit dem 3./4. Jahrhundert ist dies in der Ostkirche durchgehende Praxis. Ihr wurde deshalb nie Häresie vorgeworfen.


Papst Johannes XXIII. und Papst Franziskus ähneln sich in ihrer kirchlichen Reformfreudigkeit und in ihrer Ausrichtung. Daran erinnert uns der argentinische Theologe und Papstberater Carlos María Galli. Beide Päpste reflektierten „die Zärtlichkeit Gottes“, beide verwiesen schon zu Beginn ihrer jeweiligen Amtszeiten auf die Barmherzigkeit Gottes. „1962 empfahl der als der Gute Papst bekannte Johannes XXIII zu Beginn des Konzils, die Medizin der Barmherzigkeit zu benutzen und den Prügelstock der Strenge in die Ecke zu stellen. Und 2013 sagte Franziskus bei seinem ersten Angelus „Gott ist Barmherzigkeit, er hört niemals auf, uns zu vergeben“. Als drittes Beispiel nannte der argentinische Theologe die besondere Aufmerksamkeit für die Armen, die beiden Päpsten ein Anliegen sei. „In seiner ersten Radiobotschaft zu Beginn des Konzils sagte Papst Johannes, die Kirche müsse in den unterentwickelten Ländern die Kirche aller sein, aber ganz besonders die Kirche der Armen. Und Papst Franziskus sagte sofort nach seinem Amtsantritt vor Journalisten, er wünsche sich eine arme „Kirche für die Armen.“


Franz von Assisi hatte vor 800 Jahren schon diesen Standortwechsel von den reichen Bürgern und der feudalen Kirche Assisis auf die Seite der Armen und Ausgegrenzten vor der Stadt vollzogen. In dem entstellten Gesicht eines Aussätzigen entdeckte er den gekreuzigten Jesus, der im reichen Bürgertum und der feudalen Kirche damals überhaupt nicht mehr in den Blick kam. In den Fußstapfen des armen Jesus von Nazareth wollte er den barmherzig liebenden Vatergott wieder in Erinnerung bringen. Genau das wollte Papst Johannes XXIII mit dem Konzil und ist das Grundthema von Papst Franziskus. Menschen, die Franz von Assisi nachfolgen, sollten deshalb ohne Zögern und mutig diese Bewegung „Pro Pope Francis“ unterstützen.





10. Juli 2018
 

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